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Ende meiner Karriere als Paratriathlet

Am 06.08.2018 hat das IPC (Internationale Paralympische Komitee) bekannt gegeben, dass nur 4 Startklassen (m/w) im Paratriathlon für die paralympischen Spiele 2020 in Tokio zugelassen werden. Da Paratriathlon aber aus 6 Startklassen (m/w) besteht, wurden jeweils zwei gestrichen, darunter auch meine Startklasse PTS2. Tokyo 2020: Para triathlon events confirmed

Durch diese Entscheidung übe ich keine paralympische Sportart mehr aus, was zur Folge hat, dass ich keinen Kaderstatus mehr habe und all meine Förderungen verliere. Dadurch ist es mir nicht mehr möglich meinen Sport auf diesem Niveau auszuüben. Daher beende ich meine Karriere im Behindertensport als Paratriathlet. 

Wie und warum es zu dieser Entscheidung gekommen ist, ist mir bis heute nicht ganz klar. 

Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen die mich in den letzten 6 Jahren im laufe meiner Karriere unterstützt haben!

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Grand Final (WM) Gold Coast Australien

Nach anfänglicher Unklarheit ob meine WM Teilnahme vom DBS finanziert wird erhielt ich 2 Wochen vor dem Rennen die Zusage. Hintergrund war die Entscheidung meine Startklasse, PTS2 männlich, nicht für die paralympischen Spiele in Tokio 2020 zuzulassen.

Wir reisten bereits 8 Tage vor dem Rennen an um uns an die 8 Stunden Zeitverschiebung anzupassen.

Die Trainingsbedingungen vor Ort waren optimal und auch das Wetter mit strahlendem Sonnenschein bei 24 Grad war super.

Das Rennen der Paratriathleten startete am Samstag Morgen und war zum ersten mal in zwei Einzelrennen aufgeteilt. Im ersten Rennen starteten die Startklasse PTWC und PTVI im zweiten Rennen die Startklassen PTS2-5.

Geschwommen wurde in einem Kanal hinter der Küste, mit wenig Wellen jedoch in Salzwasser. Beim Schwimmen konnte ich zeige, dass sich das Schwimmtraining gelohnt hat und so kam ich mit der ersten Gruppe aus dem Wasser. Lediglich Marc Barr war über eine Minute schneller geschwommen.

Der erste Wechsel lief ok, wobei ich mal wieder ein paar Sekunden beim Ausziehen meines Neoprenanzuges verlor. Später auf der Laufstrecke sollte ich noch eine 10 Sekunden Zeitstrafe bekommen, da meine Schwimmbrille außerhalb meiner Box lag. Ich war der Überzeugung sie in die Box geworfen zu haben, hab aber auch nicht mehr nachgeschaut.

Auf dem Rad lief es wie erwartet, jedoch mit einigem Wind. Wie auch schon in anderen Rennen in der Saison konnte ich nicht mit dem Tempo an der Spitze mithalten und verlor so wichtige Zeit. Diesen Rückstand konnte ich dann auch im anschließenden Laufen nicht mehr aufholen. Dort wurde ich noch von dem laufstarken Holländer überholt, konnte aber meinerseits noch Stephan Bahier aus Frankreich in der zweiten Runde einholen. Der achte Platz am Ende war das minimale Ziel. Da die Bedingungen traumhaft waren konnte ich mein letztes internationales Paratriathlon Rennen genießen. Ich bin dankbar für die vielen schönen Momente die ich in meiner 6 jährigen Karriere erleben durfte. In dieser Zeit hat sich der Sport stark entwickelt. Leider endet für mich das Kapitel hier.

 

 

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EM in Tartu (Estland)

Das dritte internationale Rennen innerhalb von 6 Wochen war die EM in Tartu in Estland. Aufgrund der vielen Rennen im Altersklassen und Elitebereich fand das Paratriathlon Rennen bereits am Donnerstag statt.

Durch die hohe Leistungsdichte in Europa gab es für diese Continentale Meisterschaft einen Punkteaufschlag von 30% , soviel wie bei keinem anderen Rennen. Dies bedeutete aber auch, dass bis auf wenige Ausnahmen ein Weiteres mal die Weltelite versammelt war.

Das Rennen fand in der Stadt statt, das heißt.: Schwimmen im Fluss, welcher auf Grund der Hitze etwas wenig Wasser hatte, Radfahren durch Wohngebiete mit herausforderndem Straßenbelag und einer schönen Laufstrecke durch einen Park und am Flussufer entlang.

Auf Grund der Hitze hatte ich mich entschieden ohne Neoprenanzug zu schwimmen. Dadurch verliert man zwar etwas Tempo, spart sich aber auch das ausziehen. Durch das schnelle Schwimmen mit der Strömung kam ich im Mittelfeld aus dem Wasser. Die Wechsel klappten gut und so hatte ich Anschluss an die Konkurrenz aus Frankreich und Spanien auf dem Rad. Leider musste ich diese ziehen lassen, da ich das Tempo nicht mitgehen konnte. Nach dem zweiten Wechsel lag ich auf dem 7. Platz. Dies hatte ich mir vor dem Rennen anders vorgestellt. Am Ende konnte ich beim Laufen noch einen Platz gut machen und landete so im Ziel auf Platz 6.

Zusammenfassend war es ein gutes aber kein sehr gutes Rennen.

Nun 12 Tage nach der EM wurde die Weltrangliste aktualisiert und die Ergebnisse des 3. WPS Rennens in Kanada, bei welchem ich nicht teilnehmen konnte, berücksichtigt. Nun stehe ich auf Platz 7, dies bedeutet, dass ich für die WM in Australien qualifiziert bin!

Jetzt heißt es die Trainingsform noch einmal neu aufbauen um dann beim Rennen an der Goldcoast top fit zu sein.

  

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ITU WPS Iseo

Das zweite internationale Rennen der Saison war ein WPS Rennen. Die Serie besteht aus drei Rennen, bei welchen die jeweiligen Top Athleten starten. Mein Start war leider bis ein paar Stunden vor dem Rennen noch ungewiss, da ich als zweit Platzierter der Warteliste angereist war in der Hoffnung dass der Erstplatzierte Brasilianer nicht anreist und dann noch ein Athlet ausfällt.

Es ist tatsächlich ein Athlet nicht zur Rennbesprechnung am Tag vor dem Rennen erschienen, dafür war der Brasilianer da. So hat dieser den Platz bekommen.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht mehr an einen Start geglaubt, dennoch bin ich am nächsten Morgen zur Schwimmstreckenbesichtigung gegangen. Dort habe ich erfahren, dass ein französischer Athlet sich bei der Radkurbesichtigung verletzt hat und ich seinen Startplatz bekommen..... was für ein Glück.

Von da an voller Fokus auf das Rennen.

Das es sehr heiß war entschied ich mich, im Gegensatz zur Konkurrenz, ohne Neoprenanzug zu schwimmen. Dennoch bin ich, wenn auch als letzter, mit der ersten Gruppe aus dem Wasser gekommen. Die Top Schwimmer waren da schon auf dem Rad. Der Wechsel klappen dieses mal wie geplant und so startete ich die Aufholjagt.

In der zweiten von 3 Radrunden überholte ich meinen französischen Konkurrenten, welchen ich noch im Rennen zuvor beim Laufen knapp nicht mehr eingeholt habe.

Auch der zweite Wechsel lief gut, das Laufen fühlte sich aber auf den ersten Metern grausam an. Die Laufstrecke verlief auf 4 Runden durch die enge Altstadt von Iseo in der sich über den Tag die Hitze angestaut hatte und so nutze ich jede Verpflegungsstation um mich zu kühlen. Angetrieben von den vielen Zuschauern kam das Laufgefühl zurück. Als mir dann meine Freundin in der zweiten Runde noch mitteilte, dass mein Vordermann 1 Minute entfernt ist und Probleme hat legte ich noch eine Schippe drauf. So überholte ich den zweiten Franzosen und sicherte mir am Schluss den 5. Platz.

Durch das Ergebnis habe ich wichtige Punkte für die Weltrangliste bekommen und meinem Ziel im September bei der WM zu starten ein Stück näher gekommen.

 

 

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Erstes WPE 2018 in Besancon

Dieses Jahr hatte ich mich dazu entschieden später in die Saison zu starten. Dies hat den Vorteil, dass die Abstände der Rennen nicht so groß sind und so sich so die sportliche Form besser aufbauen lässt.

Das erste Rennen war Mitte Juni in Basancon (Frankreich). Wie schon das letzte Jahr fand das Rennen nicht mehr wie die Jahre zuvor in der Stadt, sondern 20km außerhalb im Dorf Osselle statt. Dort sind die Bedingungen an einem Baggersee optimal, zwar gab es einen kurzen Regenschauer vor dem Rennen. Die Straße war aber wieder zum Rennen abgetrocknet.

Start war für mich um 11:48 in der 8. Startwelle. Ich konnte von Anfang an vorn weg schwimmen und kam somit als erster meiner Startklasse (PTS2) aus dem Wasser. Hier hat sich das viele Schwimmtraining ausgezahlt.

Leider wurde ich beim anschließenden Wechsel überholt. Das Problem hierbei war nicht der Wechsel an sich, sondern die längeren Wege in der Wechselzone. Hier gibt es für mich noch Verbesserungspotential.

Im Vergleich zu sonstigen Paratriathlon Rennen gibt es in Osselle eine Radstrecke mit 4 steilen Anstiegen und darauf folgenden langen schnellen Abfahrten. Dies sorgt für Abwechslung aber auch Anstrengung! Auf dem Rad konnte ich eine solide Leistung zeigen und so stieg ich mit den beiden anderen Führenden aus meiner Klasse vom Rad.

Auch beim zweiten Wechsel verlor ich wertvolle Sekunden. Jedoch war der erste und zweite Platz noch in Sichtweite.

Der führende Russe zeigte, verglichen zum Vorjahr, eine enorm starke Laufleistung und sicherte sich so den Sieg. Auch der am Schluss zweitplatzierte Holländer, welcher mich in Runde zwei überholte, hatte seine Laufleistung noch einmal deutlich zum Vorjahr verbessert. Zum Schluss konnte ich den Abstand zum dritten Platz noch verkürzen, nach einem Zielsprint fehlten mir nur noch 4 Sekunden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ich bei diesem Rennen die Medaille in der vierten Disziplin beim Triathlon, dem Wechsel, verloren. Mit meinen sonstigen Leistungen war ich an diesem Tag zufrieden.

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Weltmeisterschaft in Rotterdam

Die Weltmeisterschaft im Paratriathlon fand, wie auch schon im vergangenen Jahr, in Rotterdam statt. Dieses mal wieder wie gewohnt gleichzeitig mit dem Grand Final der WTS Series. Dies war letztes Jahr auf Grund der Überschneidung mit den Paralympics nicht möglich.

Von daher kannte ich die Strecke schon. Mein einziger Wunsch war kein Regen, da die Radstrecke sehr viele Kurven hat und dazu noch viele Pflastersteine.
Leider wurde mein Wünsch nicht war und es schüttete teilweise heftig. Aber es hatten ja alle die selben Bedingungen.

Auch bei dieser WM waren die Paratriathleten die ersten auf dem Wettkampfplan. Auf Grund der niedrigen Temperatur wurde der Start um eine Stunde verschoben.
Bei diesem Rennen war wieder die Besonderheit, dass 2 Wechselzonen eingerichtet werden mussten. Leider war dies nicht wie geplant möglich, da diese noch nicht komplett aufgebaut waren. So musste ich in der Kälte an der T2 in der früh warten. Danach lief alles wie geplant und geübt. Einchecken, T1 einrichten, auf der Rolle einfahren, mit dem Terraband warm machen, ab in den Neo und dann ging es auch schon los.

Das Schwimmen war vom Tempo her gut, nur habe ich nicht die optimale Linie getroffen. Dies hatte zur Folge, dass ich 30Sekunden später als geplant aus dem Wasser kam und wie so oft eine Aufholjagt startete.
Der Radkurs, welcher am Angang über die berühmte Erasmus Brücke führte, war durch die vielen Kurven und den nassen Belag technisch sehr anspruchsvoll. In der 3. von 4 Runden überholte ich meinen australischen Konkurrenten und lag so auf Rang 6.
In der zweiten Wechselzone war meine Laufprothese und Laufschuh nicht richtig platziert was mich einige Sekunden und Nerven kostete.
Auf der Laufstrecke hieß es dann noch einmal Vollgas. Es war ein guter aber harter Lauf bei dem ich in der letzten Runde noch einen Konkurrenten überholen konnte.
Das Ergebnis war der 5. Platz, ich hatte mir zwar etwas mehr erhofft aber die Konkurrenz schläft nicht. Ein Blick auf die Ergebnisliste zeigt, dass das Niveau weiter steigt und die Abstände in der Spitze immer geringer werden.
Nun gibt es die wohl verdiente Saisonpause.
Ich freue mich aber schon auf die Rennen im nächsten Jahr!

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3.Platz bei Paratriathlon EM in KItzbühel

Ein Wettkampf in Kitzbühel ist für mich immer etwas Besonderes, da ich dort mein erstes Paratriathlon Rennen 2012 bestritten habe. Des weiteren ist die Kulisse in den österreichischen Bergen einfach schön.

Auch bei dieser EM waren wieder alle Top-Athleten der Weltrangliste aus Europa vertreten. Tag vor dem Rennen fand bei bestem Wetter in der früh die obligatorische Besichtigung des Schwimmkurses statt. Dieses mal war sehr viel los, da auch die Junioren und die Elite gleichzeitig im Wasser waren. Am Nachmittag folgte dann die Rennbesprechung.

Bei dieser EM was Deutsche Paratriathlon-Team mit 7 Athlet/Innen vertreten, so viele wie noch nie zuvor.

Am Renntag war der Check-In für alle in der Früh. Zu diesem Zeitpunkt fand auch eine Andacht für unseren im Dezember verstorbenen Teamkollegen Markus Häusling in der Wechselzone statt. Alfred Lipp von der DTU hielt hierzu eine Ansprache was sehr bewegend war.

Die einzelnen Klassen wurden aber mit großem Zeitversatz in nahezu getrennten Rennen gestartet. Da meine Klasse, PTS2, als letztes dran war, startete ich erst um 10:20. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Himmel seine Schleusen geöffnet und es regnete in Strömen. Beim Schwimmstart bin ich gut weg gekommen und lag bis zur zweiten Boje auf Platz 2 hinter meinem englischen Konkurrenten Andrew Luis, dann verschwamm ich mich bei der Wende um die zweite Boje auf Grund der schlechten Sicht. Ich bemerkte meinen Fehler schnell, doch dann waren die anderen schon vorbei. Nach dem ersten Wechsel stieg ich als fünfter auf Rad. Dort hielt ich meine Position, kam aber auch nicht näher nach vorn. Nach einem schnellen zweiten Wechsel konnte ich nach wenigen Metern meinen nächsten Konkurrenten überholen. Ich fand schnell meinen Laufrhythmus und so kam ich dem bis dahin dritt platzierten Michele Ferrarin. Nach der ersten von zwei Laufrunden konnte ich ihn dann überholen. So sicherte ich mir den dritten Platz bei der diesjährigen EM in aufregendem und sehr nassen Rennen.

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World Paratriathlon Event Besancon

Dieses Jahr fand das Rennen in Besancon zum ersten mal nicht mehr in der Stadt, sondern im 20km außerhalb gelegenen Q statt. Grund hierfür waren die stark schwankenden Wasserverhältnisse im Fluss von Besancon.

Das Rennen in Besancon war für mich ein voller Erfolg. Ich konnte vom Start an mein Rennen machen und meine Leistung beim Schwimmen voll abrufen. Mit dem Sieg beim diesem WPE bin ich auf die EM in Kitzbühel am 15.06. gespannt.

 

 

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World Paratriathlon Serie Yokohama

Das Rennen in Yokohama war für mich das erste internationale Rennen 2017 und auch das erste Rennen nach den Paralympics in Rio.

Durch das neue Rennformat einer Weltserie im Paratriathlon, welches an die Weltserie der Elite angelehnt ist, war das Starterfeld hochkarätig besetzt. Bis auf den Franzosen Stephane Bahier waren alle Top-Athleten der Klasse PTS2 vertreten.

Das Wettkampfgelände befand sich im Yamashita Park, welcher direkt am Hafen von Yokohama liegt. Geschwommen wurde eine Runde um vier Bojen herum im Meer, die Radstrecke führte durch das Hafengelände und musste vier mal gefahren werden, gelaufen wurden anschließend drei Runden durch den Park.

Dadurch, dass am selben Tag noch die Rennen der Elite Damen und Elite Herren statt fanden, war unser Rennstart um 7:00 Uhr am Morgen. Dies hatte an diesem Tag den Vorteil, dass es nur ab und zu regnete und nicht wie später aus Kübeln goss.

Mein Start beim Schwimmen war gut und das Gefühl im Wasser passte auch. Leider hatte ich Probleme bei der Orientierung und so schwamm ich nicht auf der Ideallinie zur ersten Boje. Dies kostete mich einiges an Zeit und ich konnte dem Feld nicht folgen. Nach einem passablen ersten Wechsel ging ich als 6. auf die Radstrecke. Diese war durch den Regen komplett nass und durch die vielen Kurven musste ich vorsichtig fahren um einen Sturz zu vermeiden. Da die Radstrecke an einen Ende einen Wendepunkt hatte, konnte ich meine Gegner auf jeder Runde sehen, doch es gelang mir nicht den Rückstand zu verkürzen. Beim zweiten Wechsel fehlten zwei Räder in der Wechselzone von Gegnern, die eigentlich vor mir waren. Gleich zu beginn des Laufs bekam ich von meinem Trainer, Tom Kosmehl, die Information zugerufen, dass zwei Gegner eine Runde zu viel Rad fahren. Von diesem Fehler habe ich direkt profitiert und lag so auf Platz 4. Beim Lauf hab ich noch einmal aufgedreht und bin so die 3. schnellste Zeit gelaufen. Dies hat jedoch nichts mehr an meiner Platzierung geändert und so erreichte ich zum Schluss Rang 4.

Das Rennen war ein guter Einstand in die Saison, und mit Rang 4 bin ich zufrieden. Dieser ist gleichzeitig meine Qualifikation für die EM in Kitzbühl. Als nächstes Rennen steht das World Paratriathlon Event im französischen Besançon am 5.Juni auf dem Programm.

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Das war Rio 2016

Nun ist es schon fast 2 Wochen her seitdem ich aus Rio zurück gekommen bin. Langsam bin ich wieder im Alltag angekommen und habe die Eindrücke Revue passieren lassen. 

Aber von Anfang an. 
Am 31.08. sind wir vom Flughafen in Frankfurt verabschiedet worden. Nicht zuletzt durch den Besuch von Joachim Gauck gab es ein reges Medieninteresse. Durch meine kleine Unterhaltung mit  Daniela Schadt, der Lebensgefährtin von Herrn Gauck, war ich sogar in der Tagesschau zu sehen ;)
Bis auf auf wenige Mitglieder der Deutschen Mannschaft sind wir zusammen in einem Flugzeug geflogen. Leider hat es Tom nicht mehr in den Flieger geschafft, da sein Flug, Berlin-Düsseldorf-Frankfurt, Verspätung hatte.
In Rio gelandet ging es gleich zum Athletendorf, welches, bis auf das Thema Sauberkeit in den Zimmer, uns positiv überrascht hat. Vorallem nach den Meldungen während Olympia.
Das gesamte Team war in einem Haus untergebracht. Die Triathleten haben eine Doppel-WG mit den Radfahrern aufgemacht. Martin und ich durften uns ein Zimmer teilen.
Nach und nach füllte sich das Dorf. Das Leben drehte sich um Training, Essen, Schlafen und Ausrüstung auf Vordermann bringen. Und wurde nur durch den Besuch bei der Eröffnungsfeier unterbrochen. Wobei wir und hier nach dem genialen Einmarsch ins Stadion wieder verabschiedet haben und direkt zu den Bussen gegangen sind.
Dann am 8.10. ging es dann ins Hotel an die Copacabana. Es folgte die feierliche Wettkampfbesprechung im Fort de Copacabana. Feierlich, da wir die ersten Athleten waren die Triathlon bei den Paralympics vertreten. An den beiden folgenden Tagen stand noch die Check-In, die Besichtigung der Wettkampfstrecken als auch der Material-Check auf dem Programm. Und natürlich die letzten kleinen Trainingseinheiten. 
Dann war er da, der Tag des Rennes. Ich war natürlich dementsprechend aufgeregt. Gestartet wurde von einem Pontoon an der Copacabana. Das Schwimmen war anspruchsvoll, da es hohe Wellen gab. Ich bin dan am Strand etwas zu früh aufgestanden und so hab so wertvolle Sekunden verschenkt. Leider habe ich zu viel Zeit im Wasser gebraucht und war letzter beim ersten Wechsel. Auf dem Rad habe ich gekämpft und wollte unbedingt die Lücke schließen, leider war an diesem Tag auf dem Rad der Wurm drin, ich weiß bis heute nicht was los war. Es lief einfach nicht, ausgerechnet in Rio! Nach dem zweiten Wechsel habe ich noch mal Gas gegeben und konnte so noch 2 Konkurrenten überholen. Zum Schluss war es dann der 8. Platz, nicht ganz das was ich mir erhofft hatte. dennoch war es ein unglaubliches Erlebnis. Nicht zuletzt wegen der super Stimmung an der Strecke.
 
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Teilnahme an Paralympischen Spielen in Rio

Nun ist es offiziell, ich fahre nach Rio. Heute hat der DBS die Deutsche Mannschaft für Rio vorgestellt. Das Triathlon Team besteht aus Martin Schulz, dem Cheftrainer Tom Kosmehl und mir.

 

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