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Juli 2018

EM in Tartu (Estland)

Das dritte internationale Rennen innerhalb von 6 Wochen war die EM in Tartu in Estland. Aufgrund der vielen Rennen im Altersklassen und Elitebereich fand das Paratriathlon Rennen bereits am Donnerstag statt.

Durch die hohe Leistungsdichte in Europa gab es für diese Continentale Meisterschaft einen Punkteaufschlag von 30% , soviel wie bei keinem anderen Rennen. Dies bedeutete aber auch, dass bis auf wenige Ausnahmen ein Weiteres mal die Weltelite versammelt war.

Das Rennen fand in der Stadt statt, das heißt.: Schwimmen im Fluss, welcher auf Grund der Hitze etwas wenig Wasser hatte, Radfahren durch Wohngebiete mit herausforderndem Straßenbelag und einer schönen Laufstrecke durch einen Park und am Flussufer entlang.

Auf Grund der Hitze hatte ich mich entschieden ohne Neoprenanzug zu schwimmen. Dadurch verliert man zwar etwas Tempo, spart sich aber auch das ausziehen. Durch das schnelle Schwimmen mit der Strömung kam ich im Mittelfeld aus dem Wasser. Die Wechsel klappten gut und so hatte ich Anschluss an die Konkurrenz aus Frankreich und Spanien auf dem Rad. Leider musste ich diese ziehen lassen, da ich das Tempo nicht mitgehen konnte. Nach dem zweiten Wechsel lag ich auf dem 7. Platz. Dies hatte ich mir vor dem Rennen anders vorgestellt. Am Ende konnte ich beim Laufen noch einen Platz gut machen und landete so im Ziel auf Platz 6.

Zusammenfassend war es ein gutes aber kein sehr gutes Rennen.

Nun 12 Tage nach der EM wurde die Weltrangliste aktualisiert und die Ergebnisse des 3. WPS Rennens in Kanada, bei welchem ich nicht teilnehmen konnte, berücksichtigt. Nun stehe ich auf Platz 7, dies bedeutet, dass ich für die WM in Australien qualifiziert bin!

Jetzt heißt es die Trainingsform noch einmal neu aufbauen um dann beim Rennen an der Goldcoast top fit zu sein.

  

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ITU WPS Iseo

Das zweite internationale Rennen der Saison war ein WPS Rennen. Die Serie besteht aus drei Rennen, bei welchen die jeweiligen Top Athleten starten. Mein Start war leider bis ein paar Stunden vor dem Rennen noch ungewiss, da ich als zweit Platzierter der Warteliste angereist war in der Hoffnung dass der Erstplatzierte Brasilianer nicht anreist und dann noch ein Athlet ausfällt.

Es ist tatsächlich ein Athlet nicht zur Rennbesprechnung am Tag vor dem Rennen erschienen, dafür war der Brasilianer da. So hat dieser den Platz bekommen.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht mehr an einen Start geglaubt, dennoch bin ich am nächsten Morgen zur Schwimmstreckenbesichtigung gegangen. Dort habe ich erfahren, dass ein französischer Athlet sich bei der Radkurbesichtigung verletzt hat und ich seinen Startplatz bekommen..... was für ein Glück.

Von da an voller Fokus auf das Rennen.

Das es sehr heiß war entschied ich mich, im Gegensatz zur Konkurrenz, ohne Neoprenanzug zu schwimmen. Dennoch bin ich, wenn auch als letzter, mit der ersten Gruppe aus dem Wasser gekommen. Die Top Schwimmer waren da schon auf dem Rad. Der Wechsel klappen dieses mal wie geplant und so startete ich die Aufholjagt.

In der zweiten von 3 Radrunden überholte ich meinen französischen Konkurrenten, welchen ich noch im Rennen zuvor beim Laufen knapp nicht mehr eingeholt habe.

Auch der zweite Wechsel lief gut, das Laufen fühlte sich aber auf den ersten Metern grausam an. Die Laufstrecke verlief auf 4 Runden durch die enge Altstadt von Iseo in der sich über den Tag die Hitze angestaut hatte und so nutze ich jede Verpflegungsstation um mich zu kühlen. Angetrieben von den vielen Zuschauern kam das Laufgefühl zurück. Als mir dann meine Freundin in der zweiten Runde noch mitteilte, dass mein Vordermann 1 Minute entfernt ist und Probleme hat legte ich noch eine Schippe drauf. So überholte ich den zweiten Franzosen und sicherte mir am Schluss den 5. Platz.

Durch das Ergebnis habe ich wichtige Punkte für die Weltrangliste bekommen und meinem Ziel im September bei der WM zu starten ein Stück näher gekommen.

 

 

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